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Fasten – Alles was man dazu wissen sollte!

 

Neue Erkenntnisse zum Fasten

 

Fasten hat eine lange Tradition. Das althochdeutsche fastēn bedeutete ursprünglich „an den Geboten der Enthaltsamkeit festhalten“. In Religionen und manchen Diäten ist das Fasten fest verankert. Das „Entschlacken“ des Körpers soll während des Fastens eine heilende Wirkung entfalten.

 

Während die Befürworter des Fastens vom „Entschlacken“ oder „Entgiften“ überzeugt sind, hält die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) dies alles für Humbug und beruft sich dabei auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Denn unser Körper erneuert ständig die Darmschleimhautzellen und scheidet Stoffwechselprodukte über Harn und Kot aus, so dass sich gar keine „Schlacke“ in unserem Körper ansammeln sollte.

 

Doch jetzt liefert ausgerechnet die Wissenschaft einen entscheidenden Hinweis, dass „Entgiften“ nicht nur ein Mythos ist, sondern tatsächlich während des Fastens stattfindet. 2016 erhielt der Japaner Yoshinori Ohsumi für seine Arbeiten zum Thema „Autophagie“ den Medizinnobelpreis.

 

Ohsumi zeigte, dass ein Mangel an Eiweiß (Proteine) in der Nahrung, wie er z.B. während des Fastens auftritt, dafür sorgt, dass Abbauprodukte, die sich beim Stoffwechsel in den Zellen angesammelt haben, beseitigt werden. Ein „Entgiften“ oder „Entschlacken“ findet in unserem Körper also sehr wohl statt, wenn auch in anderer Weise als ursprünglich angenommen.

 

Diese Entgiftung innerhalb der Zellen fördert die Gesundheit, beugt Krankheiten wie Infektionen und Tumoren vor und verzögert die Alterungsprozesse. Fasten ist also sehr wohl gesund für unseren Körper! Es stellt sich nur noch die Frage, welche Art des Fastens die besten Erfolge verspricht.

 

Intermittierendes Fasten

 

Das intermittierende Fasten oder Intervallfasten bezeichnet eine Ernährung, bei der regelmäßig zwischen normaler Nahrungsaufnahme und Fasten gewechselt wird. Das Intervallfasten kann entweder gelegentlich (z.B. einmal pro Monat) oder über einen festgelegten Zeitraum (meist 2-4 Wochen) durchgeführt werden. Letzteres stellt eine Alternative zur Diät da. Die Kalorienzufuhr ist im Durchschnitt aufgrund der ausgedehnten Fastenzeiten gegenüber einer normalen Ernährung reduziert.

 

Zwei typische Formen des intermittierenden Fastens sind:

 

  • Das „16:8 Fasten“. Dabei darf in einem Zeitraum von 8 Stunden Nahrung aufgenommen werden, dann folgen 16 Stunden Enthaltsamkeit, in denen nur kalorienarme Flüssigkeiten wie z.B. Tee konsumiert werden. Meist sieht der Tagesablauf ein ausgiebiges Frühstück um 7 Uhr morgens und ein sehr spätes Abendessen um 23 Uhr vor. Eine Alternative, bei der nicht mit vollem Magen geschlafen wird, wäre es Frühstück und Mittagessen einzunehmen, gefolgt von einer Fastenzeit bis zum nächsten Frühstück.    

 

  • Die „5:2 Diät“. An zwei Tagen in der Woche, die nicht direkt aufeinander folgen, wird nur eine sehr kalorienarme Kost aufgenommen, die 500 Kcal am Tag nicht übersteigt. An den anderen fünf Tage der Woche wird normal gegessen.   

 

Das intermittierende Fasten eignet sich sehr gut zum „Entgiften“ des Körpers und kann auch als Unterstützung beim Abnehmen dienen. Es besitzt gegenüber dem länger andauernden Heilfasten den Vorteil, dass das Hungergefühl besser kontrolliert werden kann und der Körper nicht in den Hungerstoffwechsel übergeht.

 

Fastenkur

 

Heilfasten im Rahmen einer Fastenkur ist eine stark reduzierte Nahrungsaufnahme über einen Zeitraum von üblicherweise zwei Wochen. In dieser Zeit wird im Wesentlichen nur so viel Nahrung aufgenommen, dass der Körper ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt ist, z.B. durch den regelmäßigen Verzehr einer Gemüsebrühe. Zudem wird auf eine sehr gute Versorgung mit kalorienlosen Getränken wie Wasser oder Tee geachtet.

 

Fastenkuren werden vom Arzt beaufsichtigt. Sie können bei starken Entzündungssymptomen nachweislich eine Besserung bringen. Durch die Mangelernährung wird die Produktion von körpereigenen Entzündungsstoffen stark eingeschränkt.

 

Ein Nachteil ist, dass der Körper durch die lange Fastenzeit in den Hungerstoffwechsel übergeht und dabei Körpergewebe abbaut. Insbesondere besteht die Gefahr, während des Heilfastens deutlich an Muskelmasse zu verlieren. Dies führt zu einer Reduzierung des Grundumsatzes des Körpers, also des Kalorienbedarfs im Ruhezustand, weshalb ein Jojo-Effekt, also eine rasche Gewichtszunahme nach dem Fasten geradezu vorprogrammiert ist. Fastenkuren eignen sich daher nicht wirklich gut zum Abnehmen!

 

 

Fazit

 

Ein gelegentliches, intermittierendes Fasten z.B. nach der „16:8“ oder der „5:2“ Methode ist eine wertvolle Ergänzung einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, z.B. nach dem Programm von 1234Fit.

Tipp: Während den Fastenstunden ein leckeres kalorienloses Getränk trinken, z.B. einen aromatisierten Tee. Das hilft über das Hungergefühl hinweg.

 

Von einer Fastenkur wird dagegen ausdrücklich abgeraten, da wertvolle Muskelmasse verloren geht. Heilfasten ist nur auf ärztlichen Rat hin, z.B. zur Bekämpfung von Entzündungen, angesagt.

 

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