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Tipp: Trojanische Pferde identifizieren

Sie möchten sich gesünder ernähren und dabei abnehmen? Dann hilft Ihnen dieser Tipp bestimmt weiter. Sie erfahren, wie Sie kritische Bestandteile in einer Mahlzeit erkennen und vermeiden können. Wenden Sie diesen Tipp vor jedem Essen an - es dauert nur ein paar Sekunden - und Sie ernähren sich ganz automatisch viel gesünder!

 

Stellen Sie sich dazu in Gedanken vor, Sie würden die Bestandteile der Mahlzeit voneinander trennen, und dann einzeln und nacheinander verzehren, nicht in der Mischung wie sie im Gericht vorliegt. Würden Sie dadurch weniger von manchen Zutaten zu sich nehmen?

 

Das Prinzip wird an drei Beispielen erläutert.

 

 

Beispiel 1:

Gerichte mit auschließlich natürlichen Zutaten

Ein Obstsalat aus natürlichen Zutaten könnte z.B. aus einer Banane, einem Apfel, einer Handvoll Walnüsse und ein paar Erdbeeren bestehen. Kleingeschnitten und vermengt ergeben diese Zutaten den fertigen Obstsalat.

Jetzt stellen Sie sich vor, diese Zutaten nacheinander zu verzehren, also zuerst die Banane, dann den Apfel, die Walnüsse und zuletzt die Erdbeeren - oder in einer anderen Reihenfolge ganz nach Ihrem Geschmack. Würden Sie mehr davon essen als vom fertigen Obstsalat, z.B. zwei oder drei Bananen statt einer? Das klingt sehr unwahrscheinlich. Der gemischte Obstsalat schmeckt zwar abwechslungsreicher, aber für die Menge, die Sie essen werden, macht es keinen großen Unterschied, ob Sie die Bestandteile einzeln oder zusammen verzehren.

Generell stellen Sie fest, dass Sie bei einem Gericht, welches nur natürliche Zutaten enthält, durch das Gedankenexperiment zumindest keinen deutlichen Unterschied feststellen werden.

Das gilt natürlich nicht nur für Obstsalat. Stellen Sie sich ein Grillsteak oder einen gegrillten Fisch vor, aber Achtung – nur mit natürlichen Zutaten gewürzt - also z.B. mit Salz und Pfeffer sowie ein paar Kräutern. Zu diesem Grillsteak oder Fisch gibt es Gemüse und Reis.

 

Im Gedankenexperiment essen Sie also nicht dieses Gericht, sondern die Hauptbestandteile einzeln und nacheinander. Sie essen also z.B. zuerst das Steak oder den Fisch komplett auf, erst dann das Gemüse und zum Schluss den Reis. Auch hier werden Sie feststellen, dass Sie nicht plötzlich die doppelte oder die dreifache Menge in der Mischung verzehren werden. Das Gericht ist nur eine abwechslungsreiche und interessante Art, diese natürlichen Zutaten zu verspeisen, mehr nicht.

Beispiel 2:

Eine natürliche Zutat mit einer industriell gefertigten Zutat

Ganz anders kann dies aussehen, wenn Sie eine natürliche Zutat mit einer künstlich hergestellten, industriell gefertigten Zutat kombinieren. Hier kann ein „trojanisches Pferd“ lauern. Ein typisches Beispiel dafür ist die Kombination von natürlichem Reis mit industriell gefertigter Sojasauce. Statt Sojasauce können Sie sich natürlich auch Ketchup oder eine süßsaure Sauce vorstellen.

Wenn Sie hier die Zutaten in Gedanken trennen, bedeutet dies z.B., dass Sie zuerst den Reis komplett verzehren, dann erst die Sauce.

Bei mir verhält es sich so:

  • Ich kann mir vorstellen, dass ich falls ich sehr hungrig bin - also z.B. einen Tag lang nichts gegessen habe – ich reichlich Reis ohne weitere Zutaten essen werde. Mein Körper wird mir signalisieren, dass er Hunger hat und ich werde mit Vergnügen den an sich faden Reis verspeisen.
  • Habe ich stattdessen gefrühstückt und der Reis steht zum Mittagessen auf dem Plan, dann werde ich nicht viel davon essen. Nach ein paar Löffeln signalisiert der Körper, dass es genug ist.
  • Die zweite Zutat, die Sojasauce, würde ich eigentlich ungern pur verspeisen wollen. Sie ist viel zu salzig und durch den Zusatz von Geschmacksverstärker viel zu würzig.

Eines ist aber auf jeden Fall klar. Vom Reis mit der Sojasauce kann man viel mehr verspeisen als von Reis ohne Sojasauce. Vielleicht isst man das Doppelte, vielleicht das Drei- oder Vierfache davon. Im Gegensatz zu Beispiel 1 werden Sie hier beim Gedankenexperiment also einen deutlichen Unterschied feststellen. Und falls Sie dies nicht glauben, dann probieren Sie es einfach mal bei der nächsten Gelegenheit im Restaurant oder in Ihrer Küche tatsächlich aus.

Die Sojasauce ist also gewissermaßen ein „trojanisches Pferd“, welches dem Körper viel mehr von einem natürlichen Lebensmittel Reis zuführt, als dieser sonst zu sich nehmen würde.

Das Gleiche werden Sie feststellen, wenn Sie das Grillfleisch aus Beispiel 1 jetzt (gedanklich) mit einer Barbecue Sauce oder mit Ketchup versehen. Sie werden durch die Mischung tendenziell mehr Fleisch zu sich nehmen.

Hier ist die Mischung also nicht nur leckerer, sondern Sie essen auch mehr von der natürlichen Zutat. Aber macht das auch Sinn? Falls Sie Gewicht zulegen wollen oder z.B. extensiv Sport treiben und große Mengen an Nahrung zu sich nehmen müssen, kann es eine clevere Methode sein, um dem Körper mehr Nahrung zuzuführen, als er eigentlich ohne die Beigabe der industriell gefertigte Zutat verzehren würde.

Aber wenn Sie Übergewicht haben und vielleicht abnehmen wollen, dann ist dies sicherlich der falsche Weg, um fitter zu werden. Falls Ihr Gedankenexperiment zu einem Gericht, dass Sie verspeisen wollen, ähnlich wie in Beispiel 2 ausfällt, und Sie ein „trojanisches Pferd“ identifizieren, sollten Sie sich also überlegen, ob Sie die künstliche Zutat einfach weglassen oder zumindest deutlich weniger davon verwenden.

Beispiel 3:

Rein industriell gefertigtes, gleichzeitig süßes und fettiges Lebensmittel

Bei rein industriell gefertigten Lebensmitteln kann es sogar vorkommen, dass Sie die Komponenten einzeln gar nicht verspeisen würden. Ein typisches Beispiel dafür sind Produkte, die große Mengen an Fett und an Zucker gleichzeitig enthalten, wie z.B. ein Schokoriegel oder Milchspeiseeis.

Bevor wir hier überlegen, zu welchem Ergebnis das Gedankenexperiment führen könnte, möchte ich eine Anmerkung dazu machen: In der Natur finden sich keine Nahrungsmittel, die gleichzeitig hohe Mengen an Fett und Zucker aufweisen. Fettiges Fleisch wie Bauchspeck enthält nicht gleichzeitig Zucker. Süße Nahrungsmittel wie z.B. Weintrauben enthalten keinen nennenswerten Anteil an Fett. Die Kombination aus Fett und Zucker in großen Mengen ist also ein rein künstliches Phänomen.

Wenn Sie den Schokoriegel gedanklich trennen, dann ergeben sich als Hauptbestandteile Fett und Zucker. Stellen Sie sich also vor, wie Sie zuerst das Fett verspeisen, z.B. die Fettränder eines durchwachsenen Stück Fleisches. Oder Butter, welches zu mehr als 80% aus Fett besteht, auf einem Löffel serviert. Keine appetitliche Vorstellung?

Dann stellen Sie sich vor, Zucker zu essen, z.B. als Würfelzucker oder aus dem Zuckerstreuer. Auch hier würden Sie garantiert keine größeren Mengen verzehren wollen, weil Sie ganz schnell ein unangenehm süßes Gefühl im Mund hätten.

Bei solch einem Produkt wie dem Schokoriegel würden wir also laut Gedankenexperiment die einzelnen Komponenten oder Zutaten nicht nur in geringeren Mengen, sondern eigentlich gar nicht verspeisen wollen. Hier haben wir es gewissermaßen mit einer Kombination aus „trojanischen Pferden“ (hier Fett und Zucker) zu tun, die dem Körper Nahrungsbestandteile zuführen, die einzeln nicht in signifikanten Mengen in den Körper gelangen würden.

Fazit:

Wenn Sie also beim Gedankenexperiment, die Hauptbestandteile des Gerichts zu trennen und einzeln zu verspeisen, feststellen, dass Sie davon deutlich weniger essen würden, dann sollten Sie die kritischen Bestandteile („trojanische Pferde“) auch nicht in der Mischung verzehren oder nur in deutlich reduzierter Menge (1).

Probieren Sie es einfach einmal aus! Es dauert in der Regel nur ein paar Sekunden, bis Sie sich eine Meinung zu einem Gericht gebildet haben.

 

(1) Ausnahme: Bei Salaten oder Gemüse, die ggf. mit gesunden natürlichen Zutaten (Essig und Öl bzw. natürliche Gewürze) in größeren Mengen verspeist werden als ohne diese Zutaten, brauchen Sie natürlich nicht die Mengen reduzieren.

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Danke, dass Sie sich für diesen Artikel interessiert haben!

 

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